ENERGIERESERVEN

Nigeria befindet sich in der komfortablen Lage, direkten Zugriff auf große Mengen von Energieträgern verschiedenster Art zu haben.

Die dominierende Stellung im Ressourcenpool nimmt nach wie vor Erdöl ein. Große, vergleichsweise leicht

zugängliche Lagerstätten machen gemeinsam mit der bestehenden Infrastruktur das Geschäft lukrativ.
Doch auch andere Energieformen rücken zunehmend in den Focus der Entscheidungsträger.
Eine besondere Rolle nimmt in diesem Zusammenhang natürlich das Erdgas ein.

Quelle: www.lngqedia.com

Dass es als Nebenprodukt des Erdöls im wesentlichen ungenutzt abgefackelt wird, ist der Regierung natürlich ein Dorn im Auge, werden auf diese Weise doch Jahr für Jahr Milliarden buchstäblich verbrannt.
Verschiebungen in den Preisstrukturen von Erdgas und der zur weiteren Nutzung notwendigen Technologie erhöhen jedoch die Attraktivität für Investoren.

Im Südosten des Landes liegen noch unerschlossene Kohlevorräte und mit Niger und Benue sowie einem 850 km langen Küstenstreifen stellt die Wasserkraft eine weitere Option dar, lokale Schwerpunkte oder eine Ergänzung im Energiemix zu bilden.

Auch die Solartechnologie bietet allein schon aufgrund der klimatischen Bedingungen großes Potenzial und wird auch aufgrund umweltpolitischer Aspekte verstärkt in die Überlegungen einbezogen.



Die NV 20:2020 sieht explizit die parallele Nutzung aller Energieformen vor. Zudem ist die Regierung des Landes offensichtlich entschlossen, Umweltaspekte in höherem Maße zu berücksichtigen, um Auswirkungen wie im Nigerdelta sichtbar zukünftig zu vermeiden. Da sich aufgrund der geografischen Verteilung der Ressourcen diese Möglichkeit ergibt, gilt die strategische Ausrichtung auch einer dezentralen Stromproduktion.
In der ersten Phase der

Umsetzung hat die Regierung die Prioritäten klar auf Erdgas und Kohle gerichtet.



Die Herausforderung, die es nun zu meistern gilt, besteht einerseits darin, die Technologie zu beschaffen, die erforderlich ist, um die Rohstoffe nutzbar zu machen und andererseits eine Infrastruktur zu errichten, die es ermöglicht, auch die Gegenden zuverlässig mit Strom zu versorgen, die weitab der Metropolen liegen.